
In einer Welt, die sich immer stärker den Herausforderungen des Klimawandels stellen muss, gibt es Menschen und Organisationen, die aktiv an einer grüneren und lebenswerteren Zukunft arbeiten. Einer dieser Leuchttürme ist der Otto pflanzt e.V. mit seinen 90 Mitgliedern. Mit einem ehrgeizigen Ziel vor Augen – für jeden Magdeburger einen Baum zu pflanzen – hat der Verein bemerkenswerte Erfolge erzielt: Über 40.000 Bäume und Sträucher sind mittlerweile auf privaten und städtischen Flächen gepflanzt worden. Darüber hinaus setzen sich die Engagierten mit der Initiative „Editha schützt“ für den Erhalt bestehender Grünflächen ein, um die Abholzungen der vergangenen Jahre auszugleichen. Denn jeder einzelne Baum leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Er bindet CO₂, sorgt für Schatten und trägt somit zur Abkühlung in heißen Sommern bei. So wird Magdeburg durch die Arbeit des Vereins nicht nur klimafreundlicher, sondern auch lebenswerter für alle seine Bewohner:innen.
Im Gespräch über das bisher Erreichte sagt Hartwig Haase, Teammitglied seit der ersten Stunde: „Im vergangenen Jahr hat uns die Unterstützung durch den Engagementfonds [des Landes, verwaltet durch die LAGFA] sehr geholfen. Mittlerweile sind wir auch beim Anlegen und der Pflege von Streuobstwiesen aktiv und unser Aufgabenspektrum hat sich weiter ausgedehnt.“
Gemeinsam für eine bessere Zukunft
Für ihr großes Ziel trifft sich das Kernteam aus zehn bis zwölf Engagierten während der Pflanzsaison jeden Samstag von 10 bis 15 Uhr zum Pflanzen und Pflegen. Unterstützt werden sie von freiwilligen Helfern, die zum Teil regelmäßig, zum Teil einmalig an den „Pflanzpartys“ teilnehmen. Ob Student, Rentner, Akademiker, Handwerker oder Eltern mit Kindern – die helfenden Hände stammen aus allen Lebensbereichen. „Es kommen somit viele verschiedene Menschen zusammen, die sich entweder schon kennen oder während der Pflanzpartys kennenlernen und für das Stadtgrün gemeinsam buddeln, sich untereinander vernetzen und dann auch weiter regelmäßig oder ab und an unterstützen.“
Gemeinsam mit Pflanzenexperten wie Uwe Truckenmüller werden die Setzlinge vorbereitet und dann geht es los. So sind die Pflanzaktionen nicht nur eine Gelegenheit, etwas Gutes zu tun, sondern auch um Gleichgesinnte zu treffen und Teil einer wachsenden Gemeinschaft zu werden – und auch Kurzzeit-Engagierte können hier flexibel mithelfen.
Nachhaltigkeit verbindet
Von 5-jährigen Kindern, die begeistert Wasser tragen, bis zu 85-jährigen Rentnern, die neue Bäume pflegen, packen alle Generationen mit an. Familien, Schulklassen, Unternehmensgruppen – die Pflanzaktionen bringen Menschen auf ganz besondere Weise zusammen. Otto pflanzt zeigt, wie viel lokales Engagement bewirken kann. Jeder Baum, jede gerettete Grünfläche und jede noch so kleine Aktion tragen dazu bei, die Welt ein Stück besser zu machen. Der Verein schafft ein Bewusstsein für den Wert der Natur und verbindet Menschen durch gemeinsames Handeln.